Mort Subite
Mort Subite
Die Geschichte von Mort Subite reicht bis ins Jahr 1869 zurück, als Johanna Philipina Bastaerts eine Brauerei von ihrem Bruder erbte und zusammen mit ihrem Ehemann Jan Fransiscus De Keersmaeker den Grundstein für eine lange Brautradition legte. Über Generationen hinweg wurde die Brauerei von der Familie De Keersmaeker geführt, die in Kobbegem, Belgien, sowohl Landwirtschaft als auch Bierproduktion betrieb. Nach dem Ersten Weltkrieg brachte Hubert De Keersmaeker, der Enkel der Gründer, neue Braustile aus Deutschland mit und erweiterte das Angebot der Brauerei. Die Brauerei produzierte sowohl Lambic-Biere als auch obergärige Sorten wie „Hert Ale“ und „Gueuze Den Hert“, die bis 1971 unter diesem Namen verkauft wurden.
Die Marke Mort Subite entstand offiziell 1970, als ein bekanntes Brüsseler Café namens "A la Mort Subite" übernommen wurde. Der Name, der so viel wie „plötzlicher Tod“ bedeutet, wurde später auch auf die Gueuze-Biere der Brauerei übertragen. Im Laufe der Jahre wechselte die Brauerei mehrmals den Besitzer. In den 1980er Jahren begann die De Keersmaeker-Familie, ihre Anteile zu verkaufen, und schliesslich wurde Mort Subite Teil des Alken-Maes-Konzerns, der später von Heineken übernommen wurde. Die Brauerei investierte erheblich in moderne Produktionstechniken, darunter die sogenannte „Lebeau-Methode“, um Infektionen zu reduzieren und die Konsistenz der Produkte zu verbessern. Diese Innovationen trugen dazu bei, Mort Subite als führende Marke für Lambic-Biere zu etablieren.
Mort Subite ist heute ein Symbol für belgische Lambic-Braukunst und verbindet Tradition mit Innovation. Die Produktpalette umfasst Klassiker wie Oude Geuze und Oude Kriek sowie süssere Varianten wie Framboise und Pfirsich-Lambic, die speziell für internationale Märkte entwickelt wurden. Mort Subite ist Mitglied von HORAL (Hoge Raad voor Ambachtelijke Lambiekbieren) und setzt sich für die Förderung und den Schutz traditioneller Lambic-Biere ein. Mit über 150 Jahren Geschichte bleibt Mort Subite ein wichtiger Vertreter belgischer Brautradition, der sich immer wieder an die modernen Anforderungen des Marktes anpasst, ohne seine Wurzeln zu verlieren.