Saku
Saku
Die Geschichte der Saku Brauerei reicht bis ins Jahr 1820 zurück, als der deutschbaltische Gutsbesitzer Graf Karl Friedrich von Rehbinder auf seinem Gut im gleichnamigen Ort Saku bei Tallinn eine Brauerei und eine Schnapsbrennerei gründete und damit den Grundstein für die älteste und bedeutendste Brauerei Estlands legte. Nach dem Übergang in das Eigentum der Familie Baggo wurde die Brauerei 1876 grundlegend modernisiert und zu einem professionellen Betrieb ausgebaut, bevor die Fertigstellung der Eisenbahnverbindung zwischen Saku und Tallinn im Jahr 1899 einen entscheidenden Wachstumsschub brachte und Saku zu einer der bekanntesten Brauereien des gesamten Baltikums machte.
Während der Zeit der Estnischen SSR war die Brauerei ein Staatsbetrieb, der trotz aller widrigen Umstände seine Bedeutung als beliebtester Bierlieferant des Baltikums bewahrte und 1976 mit einer grossen Erweiterung seiner Anlagen sogar ausgebaut wurde. Mit der Wiedererlangung der estnischen Unabhängigkeit 1990 wurde die Saku Brauerei privatisiert und als Joint Venture neu belebt, wobei das 1993 eingeführte Saku Originaal als erstes estnisches Qualitätsbier nach der Unabhängigkeit einen historischen Meilenstein der estnischen Biergeschichte darstellte und seitdem als das bekannteste und beliebteste Bier des Landes gilt.
Seit dem 20. September 2008 ist Saku zu 100% im Eigentum der Carlsberg-Gruppe und hat sich als grösster Getränkehersteller Estlands mit über 20 verschiedenen Biersorten und einem umfassenden Sortiment aus Cider, Mineralwasser, Longdrinks und Erfrischungsgetränken eine unerschütterliche Marktposition erarbeitet. Als estnischer Vertriebspartner für die Produkte der Carlsberg-Gruppe – darunter Carlsberg, Tuborg, Kronenbourg 1664 Blanc und Grimbergen – verbindet Saku estnische Brautradition mit internationalem Know-how und steht heute als lebendiges Symbol für die Resilienz, den Stolz und die ungebrochene Bierkultur eines kleinen, aber bemerkenswerten nordeuropäischen Landes.