St. Bernardus
St. Bernardus
Die Geschichte der Brauerei St. Bernardus beginnt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Trappisten von Mont des Cats nach Watou flohen und sich auf der Farm „Réfuge de Notre Dame de St. Bernard“ niederliessen. Ursprünglich widmeten sie sich der Käseproduktion, bevor sie später zur Bierherstellung übergingen. Ein Wendepunkt war das Jahr 1946, als die Trappisten von Westvleteren die Brauerei beauftragten, ihre Biere unter Lizenz zu brauen. Mit Rezepten und Hefe aus Westvleteren entstand eine neue Ära für die Brauerei, die die Grundlage für die heutige Marke St. Bernardus legte.
1992 endete die Zusammenarbeit mit den Trappisten, da nur noch Biere, die innerhalb der Klostermauern gebraut wurden, das Label „Authentic Trappist Beer“ tragen durften. Von diesem Moment an wurden die Biere unter dem Markennamen St. Bernardus verkauft. Nach einer schwierigen Übergangsphase übernahm 1998 Hans Depypere die Leitung der Brauerei und leitete eine beeindruckende Modernisierung ein. Innerhalb weniger Jahre stieg die Produktion durch erhebliche Investitionen auf über 33.000 Hektoliter jährlich an. Mit neuen Abfüllanlagen, einer erweiterten Infrastruktur und dem Ausbau von Lager- und Gärkapazitäten konnte die Brauerei nicht nur ihre Produktion steigern, sondern auch ihre Position als eine der führenden belgischen Brauereien festigen.
Heute, im Jahr 2023, hat sich St. Bernardus mit einem beeindruckenden Absatzvolumen von 50.000 Hektolitern weltweit etabliert. Die Marke exportiert ihre Biere in über 80 Länder, wobei die Vereinigten Staaten, die Niederlande und Frankreich die wichtigsten Exportmärkte sind. Neben der Bierproduktion ist die Brauerei auch eine beliebte touristische Destination mit der „Bar Bernard“ und der neu eröffneten „Brewery Tour“, die Besuchern Einblicke in die bewegte Geschichte und das handwerkliche Können bietet. St. Bernardus steht für eine gelungene Verbindung von Tradition, Innovation und internationalem Erfolg.