St. Peters
St. Peters
St. Peter’s Hall, der historische Sitz der Brauerei St. Peter’s, hat seine Wurzeln im späten 13. Jahrhundert und wurde im Jahr 1539 mit wertvollen Baumaterialien aus dem aufgelösten Kloster Flixton Priory erweitert. Dieses Kloster wurde auf Veranlassung von Kardinal Wolsey in den 1520er Jahren aufgelöst – ein Schritt, der nicht nur Geld für seine ehrgeizigen Bildungsprojekte einbrachte, sondern auch König Heinrich VIII. die Idee zur späteren, landesweiten Auflösung der Klöster lieferte. Besonders begehrt war das edle Caen-Steinmaterial aus der Normandie, das sich nur die wohlhabendsten Kreise leisten konnten und das für den Umbau von St. Peter’s Hall verwendet wurde.
Der damalige Besitzer, Mr. Tasburgh, erwarb unter anderem Fenster und den Eingangsbereich von Flixton Priory und beauftragte im Jahr 1538 eine Gruppe erfahrener Handwerker, die Erweiterung von St. Peter’s Hall umzusetzen. Unter ihnen war auch Peter Vyknell, vermutlich ein Belgier, der später eine bemerkenswerte Rolle in der Geschichte des Hauses spielte. Die Arbeiten wurden im Sommer 1539 mit einem Fest in der Grossen Halle gefeiert, bei dem offenbar reichlich Bier floss – und dabei auch der Papst sein Fett wegbekam.
Denn als einige Gäste Spottlieder über den Bischof von Rom anstimmten, äusserte Vyknell lautstark seine Meinung über die römische Kirche. Damit geriet er ins Visier der damaligen kirchlichen Ordnung und wurde am ersten Weihnachtstag des Jahres 1539 vor ein Kirchengericht gestellt. Ironischerweise wurde seine „Ketzerei“ nur wenige Monate später zur offiziellen Linie der englischen Krone, denn der Bruch mit Rom war nicht mehr aufzuhalten – und damit war Vyknell seiner Zeit einfach nur voraus.